Basketball Löwen vs. Hamburg Towers - 1Galerie

06.12.2019, Volkswagen Halle (BS). Die Basketball Löwen Braunschweig haben am Freitagabend ihre erste Heimniederlage in dieser Saison und damit die vierte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Vor einer Saisonrekordkulisse von 4.248 Zuschauern verlor das Team von Headcoach Pete Strobl und seinem Topscorer Karim Jallow (19 Punkte) in einer knappen Partie mit 94:97 (55:58) gegen den Aufsteiger Hamburg Towers. Die Gäste hatten den Löwen im ersten Viertel mit intensiver Spielweise und hohen Trefferquoten den Schneid abgekauft und führten bereits mit 17 Punkten (15:32). „Die ganze Woche haben wir trainiert, geredet und uns darauf vorbereitet, gut anzufangen und mit Herz zu kämpfen. Aber offensichtlich war das nicht der Fall“, sagte Strobl nach der von Trikotsponsor heycar präsentierten Partie. Zwar fingen sich die Löwen danach, kamen über ein starkes zweites Viertel zurück und gestalteten das Spiel eng. Allerdings hatten die Towers um ihren geschickten Regisseur Jorge Gutierrez (19 Punkte, 10 Assists) und dem im letzten Viertel nicht zu stoppenden Yannick Franke (28 Punkte) den längeren Atem in dieser stark umkämpften Begegnung. Der erste Viertel verlief zunächst ausgeglichen. Allerdings war das Spiel zerfahren, teils wild. Und so schlugen die Löwen aus ihren Ballgewinnen auch zu wenig Kapital, verloren stattdessen unnötig den Ball und gerieten nach 5 Minuten mit 9:14 in Rückstand. Das lag auch daran, dass die Towers griffiger waren. Sie spielten sehr physisch und schienen den Löwen damit nach und nach den Zahn zu ziehen. Das Strobl-Team erzielte zwischen der zweiten und siebten Minute nur vier Punkte, während die Hamburger Fouls zogen und stark aus allen Lagen trafen (71 Prozent Feldtrefferquote). Bis auf 15:32 waren die Gäste bereits weggezogen, ehe Tommy Klepeisz einen wichtigen Dreier zum 18:32 nach zehn Minuten traf. Der Treffer des Löwen-Kapitän, aber auch drei wichtige Ballgewinne von Henry Pwono gaben im zweiten Viertel die nötigen Impulse für eine Aufholjagd. Und mit diesem „Mehr“ an Energie in der Verteidigung, lief es auch offensiv besser. Die Löwen steigerten ihre Trefferquoten und hatten schon in der 12. Minute auf 26:35 verkürzt. Nur eine Minute später traf Scott Eatherton seinen zweiten Dreier zum 33:35. Aber die Hamburger hatten sich zuvor so stark gespielt, dass sie auch jetzt gefestigt blieben. Und das machte sich vor allem bei ihren Distanzwürfen bemerkbar. Die trafen Heiko Schaffartzik & Co. weiterhin bei hoher Quote (57 Prozent), der die Löwen allerdings in Nichts nachstanden. Sechs Dreier verwandelten Trevor Releford & Co. in diesem Viertel, das sie deutlich mit 37:26 gewannen, aber dennoch mit 55:58 in die Halbzeitpause gingen. Nach dem Seitenwechsel blieben die früh foulbelasteten Löwen am Drücker und bekamen vor allem defensiv etwas mehr Zugriff. Nach einem technischen Foul gegen Hamburgs starken Point Guard Jorge Gutierrez hatten sie auf 60:61 verkürzt. Allerdings schnappten sich die Gäste in dieser Phase immer wieder Offensiv-Rebounds und blieben durch diese zweiten Chancen bis zur 26. Minute vorn. Dann fiel aber das 70:70 durch Geburtstagskind Aleksandar Marelja und wenig später war Tommy Klepeisz zur Stelle, der erneut auf Ausgleich (74:74) stellte. Die Löwen gewannen auch dieses Viertel (21:19), einen Führungswechsel gab es aber noch nicht. Mit 76:77 ging es in die letzten zehn Minuten. Und hier mutierte Gäste-Guard Yannick Franke zum Hamburger Alleinunterhalter. Franke traf Dreier, Korbleger, Freiwürfe und stemmte sich mit 15 Punkten in diesem Viertel nahezu allein gegen die Löwen. Die waren gleich zu Viertelbeginn erstmals seit der 1. Spielminute wieder in Führung gegangen (80:77), gerieten aber durch den nicht zu kontrollierenden Franke wieder leicht ins Hintertreffen (85:89). Und dann waren vielleicht auch noch die vergangenen unglücklichen Niederlagen im Kopf des Strobl-Teams. Denn das zeigte Nerven und vergab in den letzten fünf Minuten fünf Freiwürfe. Und dennoch hatten die Löwen die Chance auf den Sieg bzw. auf die Verlängerung: Doch sowohl beim Stand von 94:96 und 24 verbleibenden Sekunden als auch 2,2 Sekunden vor dem Ende und mit drei Punkten Rückstand (94:97) hatten sie den Wurf, der jedoch in beiden Fällen nicht ins Ziel traf. Viertel aus Löwensicht: 18:32, 37:26, 21:19, 18:20; Fotos: Jürgen Pluschke