Basketball Löwen vs. s.Oliver Würzburg - 2Galerie

08.02.2020, Volkswagen Halle (BS). Endlich! Die Basketball Löwen mussten lange auf ihren vierten Heimsieg warten und haben diesen am Samstagabend vor 2.966 Zuschauern in der Volkswagen Halle perfekt gemacht. Mit 100:87 (49:57) gewann das Team von Headcoach Pete Strobl gegen den Playoff-Kandidaten s.Oliver Würzburg, nachdem die Gäste drei Viertel lang vorne gelegen hatten und nahezu traumwandlerisch trafen. Vor allem von der Dreierlinie präsentierte sich der Tabellensiebte unglaublich stark und hatte nach 30 gespielten Minuten 79 Prozent von der Dreierlinie versenkt und mit 79:73 geführt. Doch mit ganz viel Herz, Willen und vor allem einer starken Defensive drehten die Löwen im letzten Viertel das Spiel. Da ließen sie angeführt vom Topscorer-Trio Thomas Klepeisz (22 Punkte), Scott Eatherton (21) und Karim Jallow (19) nur noch acht gegnerische Zähler zu und erzielten selbst 27 Punkte. Für die Gäste, bei denen Cameron Wells mit Grippe fehlte, war Skyler Bowlin (17) am erfolgreichsten. Beide Mannschaften starteten mit offenem Visier und hohen Trefferquoten aus dem Feld: Während die Löwen vor allem durch den starken Kapitän Tommy Klepeisz gute 58 Prozent trafen, waren es bei den Gästen gar 71 Prozent. Die hatten nach zehn Minuten sogar 100 Prozent ihrer Würfe von der Dreierlinie verwandelt, lagen aber dennoch in einem abwechslungsreichen und rasanten ersten Viertel die meiste Zeit zurück. Erst kurz vor dessen Ende gingen die Würzburger durch Jordan Hulls mit 28:27 in Führung und der Guard dominierte anschließend mehrere Minuten das Geschehen. Viertelübergreifend erzielte Hulls zehn Punkte in Folge und war nicht zu stoppen. Er allein war es, der den Vorsprung der Gäste zunächst auf sieben Zähler ausbaute (29:36). Und der Löwen-Rückstand wuchs weiter an, weil Staiger & Co. den guten offensiven Rhythmus verloren und in dieser Phase defensiv wenig Mittel gegen die heißlaufenden Würzburger fanden. „Wir haben im zweiten Viertel ein paar Fehler gemacht“, sagt Pete Strobl. Dessen Team kassierte neben Dreiern zum Beispiel einfache Punkte aus der Transition und lag in der 14. Minute mit 31:44 zurück. Dann legten die Löwen aber den Schalter für einige Minuten um. Sie erhöhten den Druck und erzwangen so mehrere Stopps, woraus ein 12:2-Lauf zum 43:46 folgte (17. Minute). In den letzten Minuten bis zur Pause sprang mit Skyler Bowlin jedoch der zweite Würzburger Guard in die Bresche. Er erzielte elf Zähler in Serie, darunter drei Dreier, und sorgte dafür, dass die Löwen mit einem Rückstand von 49:57 in die Kabine gingen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Löwen, wieder in Schlagdistanz zu kommen. Die Gäste hatten aber noch die richtigen Antworten und führten in der 24. Minute mit 65:58, ehe Jairus Lyles dem Strobl-Team mit wichtigen Aktionen half: Zuerst traf er einen Dreier, holte dann einen Steal den Scott Eatherton mit Dunk vollendete und verwandelte schließlich einen weiteren Distanzwurf zum 66:67 (25. Minute). Drehen konnten die Löwen, die in diesem Viertel vier Dreier versenkten, die Partie aber noch nicht. Sie waren zwar nah dran, aber Würzburgs Center Luke Fischer bestrafte ihre Verteidigung das ein oder andere Mal und hielt sein Team, in dem Hulls und Bowlin mittlerweile merklich abgekühlt waren, in Führung. Mit 73:79 ging es in die letzten zehn Minuten. Und es dauerte keine 120 Sekunden, bis die Löwen sich die 80:79-Führung geholt hatten. Jetzt ging angetrieben von „Energizer“ Karim Jallow ein regelrechter Ruck durchs Team. „Wir haben mit viel Herz gekämpft“, sagte Pete Strobl und Gäste-Coach Denis Wucherer konstatierte nach dem Spiel: „In allem, was mit Willem zu tun hat, war Braunschweig heute weit vorne, beim Rebound, bei den ,Loose-Balls' oder bei 'Second Chance'-Punkten." Und während die Löwen jetzt mit ganz viel Einsatz spielten, aber auch defensiv eine ordentliche Schippe drauflegten, gerieten die Würzburger vollkommen aus der Spur. Das Resultat: Nach 6 Minuten hatten die Löwen 17 und die Gäste nur drei Punkte zum 90:82 erzielt. Durch zwei Ballverluste konnte das Wucherer-Team noch einmal auf fünf Punkte verkürzen. Aber nach einer Auszeit von Pete Strobl waren die Löwen wieder in der Spur und zogen auf 100:87 davon. Am Ende gewannen sie dieses Viertel mit 27:8, entschieden das Rebound-Duell zu ihren Gunsten und hatten sich im vierten Viertel je acht Punkte aus zweiten Chancen sowie aus Fastbreaks erarbeitet. Viertel aus Löwensicht: 27:28, 22:29, 24:22, 27:8; Fotos: Nicole Redmann