Mit dem Wintersemester 2019/2020 tritt die neue BAföG-Reform in Kraft: Die BAföG-Sätze steigen und die Einkommensgrenzen der Eltern werden gesenkt. Das bedeutet mehr Studierende erhalten mehr Geld. „Wir raten allen Studierenden, einen Antrag zu stellen. Denn ob sie Anspruch auf BAföG haben, hängt von so vielen Faktoren ab“, sagt Brigitta Graef, Leiterin der Abteilung Studienfinanzierung im Studentenwerk OstNiedersachsen. „Auch Studierende, deren Eltern viel verdienen, können BAföG erhalten, wenn sie beispielsweise Geschwister in der Ausbildung haben. Probieren geht über Studieren!“

 

Bislang war der Trend rückläufig. Jedes Jahr stellten weniger Studierende einen Antrag auf Ausbildungsförderung. 2018 hat das Studentenwerk  10.946 BAföG-Anträge bearbeitet. Zum Vergleich – 2013 gingen noch 13.608 Anträge in der Abteilung Studienfinanzierung ein. Damit sank die Zahl der eingegangenen Anträge, obwohl an den Hochschulen steigende Studierendenzahlen zu verzeichnen waren. „Das wundert uns nicht, denn über viele Jahre wurden die Freibetrags- und Bedarfssätze des BAföG nicht in angemessener Weise an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst“, sagt Brigitta Graef. „Ein weiteres Problem ist aber auch, dass viele Studierende mit einem geringen Anspruch auf Förderungsleistungen erst gar keinen Antrag stellen. Das ist schade, denn ihnen geht in der Summe viel Geld verloren.“


Übrigens: Um BAföG vom Beginn des Semesters an beziehen zu können, sollten Studierende unbedingt im ersten Monat ihres Studiums, also bis Ende September oder Oktober, je nach Hochschule, ihren Antrag eingereicht haben. Damit diese Frist gewahrt wird, reicht ein formloser schriftlicher Antrag des Studierenden aus, weitere Unterlagen können später eingereicht werden.

Mehr Informationen zum Thema gibt es unter http://www.stw-on.de/bafoeg.

 

 

Zahlen & Fakten
Es gibt viele Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren. BAföG, also die staatliche Ausbildungsförderung, ist die günstigste Form der Studienfinanzierung. BAföG wird zu 50 % als Zuschuss und zu 50 % als Darlehen gewährt - die Hälfte ist also geschenkt! Die Rückzahlung des Darlehens ist  in der Regel auf 10.010 € begrenzt und erfolgt frühestens fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer – und zwar nur dann, wenn ein entsprechender Verdienst vorhanden ist. 

Im Gebiet des Studentenwerks OstNiedersachsen wurde im vergangenen Jahr 8.733 Studierenden Ausbildungsförderung bewilligt und insgesamt 50.749.400 € ausgezahlt. Das verteilt sich so auf die Standorte: 3.325 in Braunschweig, 3.503 in Hildesheim, 2.137 in Lüneburg und 1.981 in Wolfenbüttel.

 

Förderquoten an den Standorten*

Die durchschnittliche Förderquote im Einzugsgebiet des Studentenwerks OstNiedersachsen betrug 2018 rund 15 %.

Braunschweig

13,00 %

Hildesheim

17,40 %

Lüneburg

13,80 %

Wolfenbüttel

15,00 %


*Berechnungsgrundlage: Sämtliche immatrikulierten Studierenden (inkl. ausländische Studierende)

 

 

Über das Studentenwerk
Das Studentenwerk OstNiedersachsen mit Hauptsitz in Braunschweig ist der kompetente Partner, der mehr als 60.000 Studierenden an den zehn Standorten Buxtehude, Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Holzminden, Lüneburg, Salzgitter, Suderburg, Wolfenbüttel und Wolfsburg den Alltag erleichtert. Zu den Angeboten des Studentenwerks gehören Mensen und Cafeterien, Wohnheime, BAföG und Studienfinanzierung, Sozial- und Psychotherapeutische Beratung, Kinderbetreuung sowie die Förderung der studentischen Kultur. Geschäftsführer seit 2006 ist Sönke Nimz.

 

Quelle: Pressemitteilung. Bildnachweis: Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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Autor / Credits: Pressemitteilung


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