New Yorker Lions vs. Kiel Baltic HurricansGalerie

Gestern, Eintracht-Stadion (BS). Mit einem im American Football eher seltenen 14:14 (0:0; 7:0; 7:0; 14:0) Unentschieden, trennen sich die New Yorker Lions, in ihrem ersten Heimspiel der Sharkwater GFL Saison 2022, vor 2.325 Zuschauern von den Kiel Baltic Hurricanes. Ohne Vorbereitungsspiele trafen zwei Mannschaften aufeinander, bei denen auf beiden Seiten des Balls noch ordentlich Sand im Getriebe zu bemerken war. Die Lions gewannen den Coin-Toss und wählten zuerst das Angriffsrecht. Mit einigen schönen Läufen durch ihren britischen Runningback Emmanuel Abedi-Bawa arbeitete sich der Angriff der Hausherren bis an 20 Yard Linie der Kieler heran, der folgende Fieldgoalversuch durch Luca Jeckstadt ging aber an den Stangen vorbei. Ähnliches Bild bei den Gästen aus Kiel. Mit Läufen ihrer Ballträger Fritjof Richter und Lorenz Rotermund, sowie einem Catch von Bendikt Englmann, nach Pass von Spielmacher Andrew Dion, kam man schnell bis über die Mittellinie voran, scheiterte dann aber an der Defense der Löwen. Auch der zweite Drive der Löwen endete schnell mit einem Punt und somit ging es punktelos ins zweite Spielviertel. Der zweite Spielabschnitt war zu Beginn ebenfalls von nach wie vor größeren Abstimmungsproblemen in beiden Angriffsreihen geprägt und die Teams trennten sich jeweils erneut per Punt vom Angriffsrecht. Auf Seiten der Verteidigung der Lions sorgte dabei Florian Fehrle mit seinem ersten Sack in der neuen Saison, für eines der Highlights. Nachdem die Gäste aus Kiel auch in ihrem zweiten Angriffsdrive des zweiten Quarters nichts Zählbares auf das Scoreboard bringen konnten, war es dann an den Gastgebern, erstmalig ihr Potential auch im Angriff aufblitzen zu lassen. Läufe von Emmanuel Abedi-Bawa, Pässen von Spielmacher Jakob Parks auf Tamsir Seck, Mika Wickinger und Isaiah Seck, wobei letzterer einen spektakulären Pass über 48 Yards bis an die vier Yard Linie der Kieler tragen konnte, sorgten für den nötigen Raumgewinn. Für sie 7:0 (PAT L. Jeckstadt) Führung der New Yorker Lions sorgte Publikumsliebling und jetzt schon Lions-Legende Christian Bollmann, nach sechs Yard Pass von Jakob Parks. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause, denn beide Verteidigungsreihen sorgten dafür, das es zu keinen weiteren Punkten kommen konnte. Auf Seiten der Löwen war der Garant dafür Passverteidiger Adehkeem Brown, der mit zum Teil akrobatischen Einlagen Bälle abwehrte und auf Seiten der Kieler war es deren US-amerikanischer Passverteidiger CJ Davis, der kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Passversuch von Jakob Parks abfangen konnte. Nach der Halbzeitpause erhielten zunächst die Hurricanes den Ball und das Angriffsrecht. Abermals war es besonders das Laufspiel der Wirbelstürme über Fritjof Richter, mit denen sie Yard um Yard Raumgewinn erzielten und sich bis zur 38 Yard Linie der Lions vorarbeiteten. Dort war dann aber Schluss mit dem Vorwärtsdrang und erneut kam Kiels Punter Philip Stuhr zum Einsatz. Im folgenden ersten Drive der Hausherren der zweiten Spielhälfte, war es dann das Glück und Können, was den Löwen weitere Punkte brachte. Zunächst schien es, als wenn bereits nach nur drei erfolglosen Versuchen, die Offense wieder das Feld verlassen müsste. Doch der folgende Punt von Christian Bollmann, traf einen Kieler Spieler am Helm und Lions Neuzugang René Merkel reagierte am schnellsten und sicherte sich das Spielgerät. Somit konnte der Angriff der Lions seinen Drive auf Höhe der Kieler 46 Yard Linie fortsetzen. Einer Strafe gegen Kiel und einem Passfang von Fabian Rolfes bis an die Kieler 25 Yard Linie, folgte ein sehenswertes Anspiel von Jakob Parks auf seinen Ballfänger Mika Wickinger in der Endzone der Kieler zum 14:0 (PAT L. Jeckstadt) Zwischenstand. Mit dieser Führung wechselten beide Teams zum letzten Mal die Seiten. Nach abermals gescheiterten Angriffsbemühungen der Lions, fanden die Gäste aus Kiel plötzlich die Lücken in der bis dahin stark agierenden Verteidigung von Defense Koordinator Jim Ward. Mit einem Pass über 46 Yards bediente Kiels Spielmacher Andrew Dion seinen Wide Receiver Moritz Reis zum 14:7 (PAT D. Schipper) Anschlusstouchdown. Noch nicht ganz erholt von dem schnellen Punkten der Gäste, unterlief Braunschweigs Ballträger Emmanuel Abedi-Bawa ein weiterer Fehler, als er bei einem Tackle an der eigenen 24 Yard Linie den Ball verlor und Kiels Linebacker Quinlen Dean, das freie Spielgerät für seine Farben sichern konnte. Diese Einladung der New Yorker Lions nahmen die Gäste aus Kiel dankend an und nur wenige Spielzüge später, glich Khris Vaughn für seine Farben mit einem Lauf über zwei Yards zum 14:14 (PAT D. Schipper) aus. Doch bereits der folgende Drive der Lions sah vielversprechend aus, die Führung wieder zurückzuerobern. Mit Pässen auf Christian Bollmann, Tamsir Seck und Mika Wickinger, führte Jakob Parks sein Team bis tief in die Hälfte der Gäste aus Kiel. Doch abermals war es der Fieldgoalversuch durch Luca Jeckstadt über 34 Yards, der am Tor vorbeiging und somit das Unentschieden bestehen ließ. Aber auch für die Kiel Baltic Hurricanes lief es nicht besser. Bei einem Passversuch von Andrew Dion, gelang es einem Receiver nicht den Ball richtig zu greifen und den wegspringenden sicherte sich Braunschweigs René Merkel und brachte somit die Offensive seiner Mannschaft erneut zurück auf das Feld. Doch es schien wie verhext für beide Teams, denn es gelang keiner Mannschaft mehr in Punktereichweite zu gelangen. Um das Unentschieden noch in einen Sieg umwandeln zu können. Somit gehen beide Teams mit der Erkenntnis in die nächste Spielwoche, dass es noch viel zu tun gibt, um für die jeweils folgenden schweren Spiele am nächsten Wochenende gewappnet zu sein. Die New Yorker Lions treffen zu Hause auf die Cologne Crocodiles (Samstag, 28. Mai – Kick-off 18 Uhr) und für die Kiel Baltic Hurricanes steht die schwere Fahrt nach Dresden zu den Monarchs auf dem Programm. Fotos: Sandra Guttermann

Niederlage nach Verlängerung im ersten Heimspiel 2022Galerie

15.01.2022, Volkswagen Halle (BS). Was für ein Spiel. Von Anfang an hatte man das Gefühl, die Löwen seien nicht so ganz bei sich. Nur so war es zu erklären, das die Heidelberger von Beginn an das Spiel in ihrer Hand hatten und schon nach kurzer Zeit mit 5:13 in Führung gingen. Nach einer Auszeit kam dann etwas mehr Schwung ins Spiel und auch die Dreierquote verbesserte sich im zweiten Viertel. Allerdings fanden viele Freiwürfe nicht den Weg in den Korb und so rückten sie den Gegnern zwar näher, gingen aber mit 40:43 in die Pause. Wieder auf dem Spielfeld zurück, schien gar nichts mehr zu klappen. Der Rückstand wuchs immer weiter an, Owen Klassen und Luc van Slooten kassierten ihr viertes Foul und Headcoach Jesús Ramírez wurde nach seinem zweiten technischen Foul disqualifiziert und musste die Halle verlassen. Hier lagen die Löwen bereits mit 43:62 hintenan. Die Fans wurden jetzt lauter, zum einen um ihre Mannschaft anzufeuern, zum anderen um ihrem Unmut über strittige Schiedsrichterentscheidungen Luft zu machen. Nun schien sich das Blatt zu wenden. Binnen kürzester Zeit machten sie noch zum Ende des dritten Viertels 10 Punkte gut. Ins letzten Viertel starteten sie mit 53:62. Bereits nach fünf Minuten hatten sie sich in Führung gespielt und ließen den Gästen kaum Raum für Gegenpunkte. Jetzt wurde es spannend für die 500 Zuschauer, die heute in der Volkswagen Halle erlaubt waren. Trotz des Vorsprungs von 73:66 schafften die Heidelberger kurz vor Ende den Ausgleich und bei nur noch 1,1 Sekunden der scheinbare Sieg mit 75:73 für unsere Löwen. Doch dann, nach einer Auszeit und nur noch 0,3 verbleibenden Sekunden mit einem Alley-Oop der Gäste das 75:75. Verlängerung! Hier verschafften sich die Gegner mit zwei Dreierwürfen direkt einen Vorsprung. Die Löwen versuchten zwar dran zu bleiben, aber hier waren die Heidelberger mit ihren erfahrenen Spielern klar im Vorteil. Am Ende unterlagen die Basketball Löwen den MLP Academics Heidelberg mit 82:93. Fotograf: Jürgen Pluschke / Farbtiefe